Elise Nöll, geb. am 19.08.1890 in Töging, heiratete 1912 einen Schreiner. Die Familie lebte mit ihren beiden Kindern in der Landsbergerstr. 9. Wegen Verfolgungsängsten wurde sie in der Nervenklinik in der Nußbaumstr. 7 behandelt und am 30.05.1938 in die Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar eingewiesen. Ihr Ehemann beklagte sich am 13.05.1941 bei der Anstalt, dass er die Bögen mit Verwandtschaftsverhältnissen – die „erbbiologische Erfassung“ – nicht ausfüllen könne. Die „Verbrecher in Menschengestalten“ sollten sich stattdessen um den Gesundheitszustand seiner Frau kümmern, forderte er. Am 10.08.1941 wurde Elise Nöll durch überdosierte Medikamente ermordet.
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