Johann Walter, geb. am 01.07.1913 in München, war Sohn eines Oberschaffners und lebte die ersten zehn Jahre in München-Laim. 1923 wurde er in der kirchlichen Anstalt Ursberg aufgenommen, wo er die Schule besuchte. Später arbeitete er in der anstaltseigenen Korbmacherei. 1936 wurde er in der Heil- und Pflegeanstalt Günzburg zwangssterilisiert. Am 25.03.1941 wurde Johann Walter im Rahmen der „Aktion T4“ in die Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar verlegt und am 29.04.1941 in die Tötungsanstalt Hartheim deportiert und ermordet. Die Täter der NS-Gesundheitspolitik, die beispielsweise im „Haus der deutschen Ärzte“ in der Briennerstr. 23 agierten, wurden strafrechtlich meist nicht verfolgt.
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