Barbara Diehl, geb. am 19.07.1878, lebte in der Schießstättstr. 12. Die Witwe wurde in der Universitätsnervenklinik behandelt und am 10.05.1943 in die Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar eingewiesen. Sie war in einer schlechten körperlichen Verfassung, fror und zitterte. Der Arzt stellte eine gedrückte Stimmungslage und mangelnde Krankheitseinsicht fest. Die 64-jährige meinte dagegen, dass sie eben etwas aufgeregt sei, das käme vom Alter. Zuletzt versteckte sie sich viel unter ihrer Decke. Am 07.10.1943 starb Barbara Diehl an den Folgen gezielter Vernachlässigung. Ihre Ahnung, „unlängst habe eine Stimme ihr gesagt, alle alten Leute würden weggeräumt“, bewahrheitete sich auf unheimliche Weise.
Text von Sibylle von Tiedemann
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