Ella Oestreicher, geb.am 16.03.1890 in Bayreuth, lebte nach ihrer Heirat mit dem Münchner Lederfabrikanten Friedrich Oestreicher 27 Jahre lang in der Widenmayerstr. 36. Im Februar 1941 musste das Ehepaar in die „Pension International“, Kaulbachstr. 35 umziehen. Drei Jahre zuvor zwang die SS ihren Mann im KZ Dachau zur Auflösung seiner Firma. Emigrationsversuche scheiterten. Ella Oestreicher wurde im Februar 1941 mit etwa 1000 anderen vom Güterbahnhof Milbertshofen nach Kaunas in Litauen deportiert. Fünf Tage später erschoss die SS Ella Oestreicher, ihren Mann und ihren Halbbruder Ludwig Landauer. Auch ihre Mutter Mina Landauer wurde ein Jahr später ermordet.
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